Produktion und Aufbau einer Plastikkarte

Die Produktion und der Aufbau einer glänzend laminierten Plastikkarte ist in mehrere Schritte unterteilt. Maxicard bietet ausschließlich laminierte Plastikkarten (Mehrschichtkarten) gemäß der ISO 7810 ff. an. Das Produktionsverfahren ist identisch mit dem einer Kreditkarte. Die Karten bestehen in der Regel aus 4 oder 5 einzelnen Schichten PVC-Folie (Polyvinylchlorid).

Erstellung eines individuellen Layouts

KartenlayoutDer Druck des individuellen Layouts für Vorder- und Rückseite erfolgt zunächst im Offset-, Sieb- oder Digitaldruckverfahren. Die Wahl des Druckverfahrens ist dabei immer abhängig vom gewünschten Layout der Karte. Man stellt, je nach Auflagenhöhe, zuerst die Vorderseiten im Nutzen auf die PVC-Druckbögen (z.B. 18er- oder 40er-Nutzen) und gleichermaßen die Rückseiten auf separate Bögen. Schon bei der Erstellung des Kartenlayouts müssen die spätere Lage von z.B. Magnetstreifen oder Chipmodulen berücksichtigt werden.

Druck und Trocknung

Die bedruckten Bögen müssen anschließend abtrocknen. Die Trocknungszeit ist zum einen abhängig vom verwendeten Druckverfahren und zum anderen von der Menge des Farbauftrages. Diese Zeit kann in manchen Fällen sogar einige Tage in Anspruch nehmen.

Aufbau einer Plastikkarte

Aufbau einer PlastikkarteNach dem Trocknen werden die einzelnen Schichten der Plastikkarten zusammengetragen. Dabei werden die bedruckten Bögen mit den Vorder- und Rückseitenmotiven mit den jeweils unbedruckten Rückseiten gegeneinander gestellt und jeweils mit einer transparenten Laminatfolie "abgedeckt". Teilweise wird zwischen die beiden bedruckten Bögen noch eine sogenannte PVC Kernfolie platziert. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Karten stärker sein sollen als die durchschnittlichen 0,76 mm. Beim nachträglichen Implantieren eines kontaktbehafteten Chipmoduls sollte die Plastikkarte eine Mindeststärke von ca. 0,80 mm haben. Beim Integrieren eines kontaktlosen Chipmoduls wird das Inlay (vorgefertigte Folien inkl. Chipmodul und Spulen) ebenfalls zwischen die beiden Druckbögen positioniert. Die Stärke der Karte kann - falls nötig oder erwünscht - durch den Einsatz von unterschiedlich dicken Folien auch 1 mm und mehr betragen.

>Die zusammengeführten Schichten werden nun unter Hitze und Druck bei einer Temperatur von ca. 150°C miteinander verpreßt (laminiert). Dieser Vorgang wird in unterschiedlich großen Laminierpressen vollzogen. Je nach Kapazität der Pressen können unterschiedlich viele Mehrschicht-Bögen laminiert werden. Dabei werden zwischen alle Bögen sogenannte Laminierbleche gelegt, die dafür sorgen, dass die Oberflächen gleichmäßig verpreßt werden. Die Dauer dieses Prozesses ist ebenfalls abhängig von der Anzahl der Bögen, die sich in der Presse befinden. Die durchschnittliche Verweilzeit der Bögen in der Maschine beträgt ca. 30 Minuten.

Stanzung des Kartenkörpers

Stanzform PlastikkarteDer abschließende Arbeitsschritt nach dem Laminieren ist das maschinelle Ausstanzen der Karten auf das ISO-Format von 85,60 x 53,98 mm. Dabei steuert die Stanzmaschine die Stanzmarkierungen an, die sich auf den Druckbögen befinden. Dies ermöglicht eine genaue Ausstanzung der Karten auf das erforderliche Maß. Bei einem randabfallendem Druck ist eine Beschnittzugabe von 2 mm über das Netto-Kartenmaß zuzurechnen.
Die Abbildung zeigt beispielhaft die Stanzform einer Keytag-Karte im Format ID-1 mit Rundlöchern und Sollbruchstellen.

Alle Informationen zur Planung Ihrer Karten finden Sie in unserem  Merkblatt Layout-Datenerstellung.

Veredelungsmöglichkeiten

Das Aufbringen von Hologrammen, Unterschriftenfeldern oder -streifen, Hotstamps (Heißprägedrucken), das Implantieren von kontaktbehafteten Chipmodulen sowie die Personalisierung der Karten mittels Thermodruck oder Hochprägung werden immer nach der Produktion der Karte durchgeführt. Magnetstreifen hingegen werden in den meisten Fällen bereits in die Laminatfolien (vorgefertigte Folien) eingebunden und mitlaminiert.

Kodierung und/oder Personalisierung der Plastikkarte

Nach Kundenwunsch kann eine vorproduzierte Plastikkarte im Anschluß an den Herstellungsprozess personalisiert und kodiert werden.

Qualitätskontrollen

Ergebnis dieses Produktionsverfahrens sind hochwertige, glänzend laminierte  Plastikkarten, die für alle gängigen Veredelungs- und Personalisierungsmethoden geeignet sind. Um dem Kunden eine einwandfreie Karte zu liefern, wird nach jedem Arbeitsschritt eine Qualitätskontrolle durchgeführt.

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