Veredelungsverfahren und Sicherheitsmerkmale für Plastikkarten

Bereits bei der Produktion der Plastikarten können diese durch verschiedene Veredelungsverfahren oder Sicherheitsmerkmale aufgewertet werden. Dabei steht fast immer die Erhöhung der Fälschungssicherheit einer Plastikkarte im Vordergrund. Aber auch optisch profitieren Plastikkarten von den unterschiedlichen Veredelungsverfahren da sie ein hochwertiger anmutendes Äußeres erhalten. Die Akzeptanz einer Karte hängt nicht zuletzt von ihrer Wertigkeit ab.


Guillochen    Heißprägedruck (Hotstamp)
Guillochen Guillochen

Guillochen sind sehr dünn gedruckte Linien mit einer aufwendigen Geometrie. Handelsübliche Drucker und Kopierer können Guillochen meist nicht reproduzieren. Der Druck erfolgt ausschließlich in Sonderfarbe HKS oder Pantone.

   Hotstamp Heißprägedruck

Mit dem Hotstamp- oder Heißprägedruck werden Ihre Karten einerseits optisch aufgewertet, andererseits stellt diese Technik ein relativ fälschungssicheres Merkmal dar. Für das gewünschte Motiv wird eine Art Stempel erstellt (Klischee), der dieses mit Druck und Temperatur aus einer Folie (meist Silber oder Gold glänzend) stanzt und auf die Kartenoberfläche aufbringt.

 
Hologramm    IR Druck
Hologramm Hologramm

Hologramme sind Areale, die in Abhängigkeit des Blickwinkels und Lichteinfalls andere Layouts zeigen. Ein individuelles Hologramm oder ein Standard-Hologramm kann fest auf die Kartenoberfläche abgelegt werden. Hologramme können nicht kopiert werden, da bei der Kopie der 3D-Effekt verloren geht.

   IR Druck

IR-Druckfarben sind bei Tageslicht oder einer künstlichen Beleuchtung nicht zu sehen. Erst der Einsatz einer Kamera mit Infrarotlicht oder ein Nachtsichtgerät macht einen IR-Druck sichtbar. IR-Drucke sind nicht kopierbar und mit Standarddruckern nicht reproduzierbar.

 
Microschrift    Metallic Farben
Microschrift Microschrift

Microschrift sind sehr klein gedruckte Zeichen oder Worte, die nur mittels einer Lupe lesbar sind. Die Schriftgröße liegt dabei unter 0,5 mm. Handelsübliche Drucker und Kopierer können keine Microschrift reproduzieren. Der Druck erfolgt ausschließlich in Sonderfarbe HKS oder Pantone.

   Metallic Farben

Bei Metallic-Farben werden der Druckfarbe kleine Metallpartikel beigefügt. Der so entstehende „Glitzereffekt“ ist mit einem Digitaldrucker nicht erreichbar. Metallic-Farben sind in unterschiedlichen Farbtönen und Körnungen verfügbar.Aufgrund des abschirmenden Charakters können Metallic-Farben die Reichweite von Transponderkarten reduzieren.

 
Regenbogendruck (Irisdruck)    Stanzungen
Regenbogendruck

Beim Regenbogendruck werden mehrere, ineinander verlaufende Farben gleichzeitig gedruckt. Dadurch entsteht ein einzigartiges, nicht reprodizierbares Druckbild. Der Druck erfolgt ausschließlich in Euroskala. Der Regenbogendruck ist ein aufwendiges und hochpreisiges Druckverfahren.

   Stanzungen Stanzungen

Plastikkarten können in unterschiedlichsten Formaten geliefert werden. Die Größen- und/oder Formanpassung erfolgt über eine Stanzung. Beliebte Formate sind z.B. Visa-Mini oder Keytag-Karten. Die Grafik zeigt ein Keytag-Stanzung mit Rundloch.

 
Transparente Karten    Unterschriftenfeld
Transparente Karten

Transparente Karten können teilweise oder ganzflächig eine Transparenz aufweisen. Die Bedruckung erfolgt im Siebdruck oder Offsetdruck. Transparente Karten können mit einem Standarddrucker nicht kopiert werden.

   Unterschriftenfeld Unterschriftenfeld

Unterschriften-/Schreibfelder sind in fast jedem frei wählbaren Format zu erstellen und werden größtenteils im Siebdruckverfahren auf die Kartenoberfläche gedruckt. Neben weißen und transparenten Feldern sind auch farbige und bedruckte Unterschriften-/Schreibfelder möglich.

 
UV-Druck    Magnetstreifen, Chip- & RFID-Module
UV-Druck

UV-Druckfarben sind bei Tageslicht oder einer künstlichen Beleuchtung nicht zu sehen. Erst der Einsatz einer UV-A-Lampe macht den Druck für das menschliche Auge sichbar. UV-Drucke sind nicht kopierbar.

   Magnetstreifen, Chip- & RFID-Module

Plastikkarten können mit einem Speichermedium versehen werden, welches den Karten bestimmte Funktionalitäten ermöglicht, z.B. die Speicherung der Arbeitnehmernummer in einer Zeiterfassungskarte. Zu unterscheiden sind dabei die Basistechnologien:

  • Magnetstreifen
  • Chip (Kontaktchip mit und ohne PIN)
  • Transponderchips (kontaktlos Hochfrequenz 13,56 Mhz)
  • Transponderchips (kontaktlos Niederfrequenz 125-135kHz)
  • Prozessorchips

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