Kartendruck und Datenschutz

Nach Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) spielt die Sicherheit und der Schutz personen- und unternehmensbezogener Daten eine noch größere Rolle und ist mittlerweile unabdinglich. Bei der Personalisierung von Plastikkarten werden meist personenbezogene Daten verarbeitet. Um gesetzeskonform zu handeln und die Anforderungen der EU-DSGVO umzusetzen, sind geeignete Maßnahmen zu treffen, die die verarbeiteten personenbezogenen Daten vor dem Zugriff Dritter schützen.

Kartenpersonalisierung mit Sicherheit

An mehreren Stellen des Kartenlebenszyklus sollten personenbezogene Daten sicher vernichtet werden. Bei uns finden Sie Schredder für die sichere Vernichtung gebrauchter Farbbänder sowie Kombi-Schredder für Plastikkarten und Papier, um einen optimalen Schutz von vertraulichen Informationen zu gewährleisten.

Was kann man tun? Worauf sollte man achten?

Bereits unmittelbar nach der Kartenpersonalisierung sollten die verbrauchten Kartendrucker-Farbbänder vernichtet werden.

Werfen Sie einen Blick auf ein verbrauchtes Thermotransfer-Farbband. Die gedruckten Informationen sind als Negativ auf dem Farbband klar erkennbar. Um den Vorgaben der EU-DSGVO zu genügen, müssen diese Farbbänder - bzw. die darauf lesbaren Daten - vernichtet werden. 

Viele Unternehmen lassen verbrauchte Farbbänder durch spezielle, zertifizierte Entsorgungsunternehmen vernichten - die personenbezogenen Daten werden hinreichend geschützt. Oftmals sind solche Entsorgungsverträge kostspielig und es fallen Kontrollen beim Entsorgungsdienstleister an, um sicherzustellen, dass die vereinbarte Leistung erbracht wird. 

Durch den Einsatz eines Farbband-Schredders können verbrauchte Farbbänder kostengünstig, schnell und gesetzeskonform vor Ort vernichtet werden. Das Schreddergut kann - im Gegensatz zum intakten Farbband - einfach über den Rest-/Hausmüll entsorgt werden.

Farbband-Schredder SMART-BIT
  • Schutz von vertraulichen Informationen
  • Gewährleistung der Datensicherheit im eigenen Unternehmen
  • Prozess- und Koordinationskosten entfallen, die durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern entstehen
  • Patentiertes Twisted Micro Cut (Kreuzschnitt) Schneidewerk
  • Schutzklasse P-4 / Sicherheitsstufe 3 für sehr hohen Schutzbedarf nach ISO/IEC 21964 (DIN66399)
  • Partikelschnitt mit ca. 2,5 x 55,0 mm (137,5 mm²) Größe
  • Maße in mm: (B) 232 x (H) 365 x (T) 386

Schredder SECURIO B24
  • Kombi-Schredder für Plastikkarten und Papier
  • Schutz von vertraulichen Informationen
  • Gewährleistung der Datensicherheit im eigenen Unternehmen
  • Unempfindlich gegen Chipmodule, Heft- und Büroklammern
  • Geschlossener, entnehmbarer Auffangkorb für Schreddergut
  • Sicherheitsstufe ISO/IEC 21964 (DIN66399): P-5, T-5, E-4
  • Sicherheitsstufe nach DIN32757: 4
  • Partikelschnitt mit 1,9 x 15,0 mm (28,5 mm²) Größe
  • Maße in mm: (B) 395 x (H) 605 x (T) 317

Ausschuß-Karten und nicht mehr benötigte Karten

Bei annährend jeder Kartenpersonalisierung fallen Ausschuß-Karten an. Diese Karten mit den darauf befindlichen personenbezogenen Daten müssen ebenfalls datenschutzkonform vernichtet werden, um z.B. Mißbrauch vorzubeugen.

Auch am Ende des Kartenlebenszyklus stellt sich die Frage, wie mit nicht mehr benötigten Karten, etwa Ausweiskarten, verfahren werden soll. Einfaches Zerschneiden einer Plastikkarte mit einer Schere mag die Karte zerstören, die darauf befindlichen Daten/Informationen gelten jedoch als nicht vernichtet im Sinne des Datenschutzes.

Der richtige Schredder in Hinblick auf die benötigte Partikelgröße wird anhand der Datenträgerklasse (Bedruckte Karte / Magnetstreifenkarte / Chipkarte / Transponderkarte) sowie der notwendigen Sicherheitsstufe gewählt. Für die Vernichtung personenbezogener Daten wird mindestens Sicherheitsstufe 3 oder 4 benötigt. 

Durch den Einsatz eines leistungsstarken Kombi-Schredders für Papier und Plastikkarten können personenbezogenen Daten auf einer Karte wirkungsvoll vernichtet werden. Das Schneidwerk des Schredders zerkleinert auch mühelos Chip- und Transponderkarten im Kreuzschnitt. Ab einer maximalen Partikelgröße von 28,5mm2  werden die meisten Speicherchips beim Schreddervorgang zerstört und unbrauchbar gemacht.


RFID-Schutzhülle

Für erhöhte Sicherheitsansprüche und sensible Karten, z.B. in der Zutrittskontrolle oder bei der Authentifizierung, bietet sich der Einsatz einer RFID-Schutzhülle an. Mit einer RFID-Schutzhülle behält der Karteninhaber/ die Karteninhaberin die volle Kontrolle über Lesezugriffe auf die Karte.

Solange sich eine Transponderkarte in der RFID-Schutzhülle befindet, wird das Aktivieren des RFID-Transponders wirkungsvoll unterbunden - unerwünschtes Auslesen ist somit unmöglich. 

Die RFID-Schutzhülle für bis zu zwei Transponderkarten blockt zuverlässig Signale auf HF 13,56 Mhz und bietet optimalen Schutz für vertrauliche und persönliche Daten.

RFID-Schutzhülle
  • für bis zu zwei Transponderkarten
  • Schutz von vertraulichen Informationen
  • blockt zuverlässig Signale auf HF 13,56 Mhz
  • horizontale oder vertikale Trageweise
  • ideal zu Kombinieren mit einem Karten-Jojo oder Lanyard

Personenbezogene Daten

Als personenbezogene Daten gelten alle Angaben, die einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugeordnet werden können.

Beispiele für personenbezogene Daten:

  • Name / Geburtsdatum / Geburtsort / Nationalität / Familienstand
  • Hausanschrift / Telefon-/Handynummer / E-Mailadresse
  • Haarfarbe / Augenfarbe
  • Vermögen / Eigentum / Kredite / Schulden
Sicherheitsstufen
nach ISO/IEC 21964 (DIN66399)

Sicherheitsstufe 1:
Allgemeines unbedenkliches Schriftgut, das unleserlich gemacht werden soll.
Sicherheitsstufe 2:
Interne Unterlagen, die unleserlich gemacht werden sollen.
Sicherheitsstufe 3:
Datenträger mit vertraulichen oder personenbezogenen Daten.
Sicherheitsstufe 4:
Datenträger mit besonders sensiblen vertraulichen Daten und personenbezogene Daten die einem erhöhten Schutzbedarf unterliegen.
Sicherheitsstufe 5:
Datenträger mit geheim zu haltenden Informationen mit existenzieller Wichtigkeit für Personen, Unternehmen oder Einrichtungen.
Sicherheitsstufe 6:
Datenträger mit geheim zu haltenden Unterlagen die außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen unterliegen.
Sicherheitsstufe 7:
Datenträger mit streng geheim zu haltenden Daten.

Datenträgerklassen für Plastikkarten
nach ISO/IEC 21964 (DIN66399)

Datenträgerklasse P:
Plastikkarten ohne Speichermedium
Datenträgerklasse T:
Magnetstreifenkarten
Datenträgerklasse E:
Chip-/Transponderkarten