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So entsteht Ihre Plastikkarte

Die Produktion und der Aufbau einer glänzend laminierten Plastikkarte ist in mehrere Schritte unterteilt. MAXICARD bietet ausschließlich laminierte Plastikkarten (Mehrschichtkarten) gemäß der ISO 7810 ff. an. Das Produktionsverfahren ist identisch mit dem einer Kreditkarte. Die Karten bestehen in der Regel aus 4 oder 5 einzelnen Schichten PVC-Folie (Polyvinylchlorid).

Ihre Idee nimmt Gestalt an

Erstellen Sie ein individuelles Design für ihre Karten. Berücksichtigen Sie dabei den späteren Verwendungszweck der Karten. Sollen es Eye-Catcher mit einem extravagantem Layout werden? Oder überwiegt der pragmatische Nutzen, sodass das Layout eher nüchtern ausfallen sollte?

Im Design sind Sie frei in ihren Entscheidungen, bei der Erstellung der Druckdaten leider nicht. Nur durch die Einhaltung einiger Regeln entsteht die perfekte Karte. So muss etwa bei der Erstellung des Kartenlayouts die spätere Lage von z.B. Magnetstreifen, Chipmodulen, Unterschriftenfeldern, etc. berücksichtigt werden.

In unserem Merkblatt "Layout Druckvorstufe" haben wir die Vorgaben zur Druckdatenerstellung zusammengefasst.

Wählen Sie das passende Druckverfahren, wir geben gerne Tips

Der Druck des Layouts für Vorder- und Rückseite erfolgt im Offset-, Sieb- oder Digitaldruckverfahren. Die Wahl des Druckverfahrens ist abhängig vom gewünschten Design der Karte (z.B. Verwendung von Metallic-Farben, Unterschriftenfelder, etc.).

Sowohl Karten-Vorderseiten, als auch die Rückseiten werden auf PVC-Druckbögen übertragen. Dies geschieht, je nach Auflagenhöhe im Nutzen (z.B. 18er- oder 40er-Nutzen).

Nach dem Druck müssen die bedruckten Bögen trocknen. Die Trocknungszeit ist abhängig vom verwendeten Druckverfahren und der Menge des Farbauftrages. Diese Zeitspanne kann in einigen Fällen sogar mehrere Tage betragen.

Zusammen was zusammen gehört

Nach der Trocknung werden die einzelnen Schichten der Plastikkarten zusammengetragen. Dabei werden die bedruckten Bögen mit den Vorder- und Rückseitenmotiven mit den jeweils unbedruckten Rückseiten gegeneinander gestellt und jeweils mit einer transparenten Laminatfolie "abgedeckt". Teilweise wird zwischen die beiden bedruckten Bögen noch eine sogenannte PVC Kernfolie platziert. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Karten stärker sein sollen als die durchschnittlichen 0,76 mm.

Aufbau einer Mehrschichtkarte

Die einzelnen Schichten werden unter Hitze und Druck bei einer Temperatur von ca. 150°C miteinander verpreßt (laminiert). Dieser Vorgang wird in unterschiedlich großen Laminierpressen vollzogen. Je nach Kapazität der Pressen können unterschiedlich viele Mehrschicht-Bögen laminiert werden. Dabei werden zwischen alle Bögen Laminierbleche gelegt, die dafür sorgen, dass die Oberflächen gleichmäßig verpreßt werden. Die durchschnittliche Verweilzeit der Bögen in der Maschine beträgt ca. 30 Minuten.

Das Implantieren des entsprechenden Chipmoduls erfolgt nach Fertigstellung der laminierten Plastikkarte. Dabei wird ein Hohlraum in die Plastikkarte gefräst, worin anschließend das Chipmodul eingesetzt wird. Dies geschieht entweder mittels eines hitzeaktivierbaren Klebersystems (Hotmelt) unter Hitze- und Krafteinwirkung, oder durch einen reaktiven Kaltkleber.

Beim nachträglichen Implantieren eines kontaktbehafteten Chipmoduls sollte die Plastikkarte eine Mindeststärke von ca. 0,80 mm haben. Beim Integrieren eines kontaktlosen Chipmoduls wird das Inlay (vorgefertigte Folien inkl. Chipmodul und Spulen) ebenfalls zwischen die beiden Druckbögen positioniert. Die Stärke der Karte kann - falls nötig oder erwünscht - durch den Einsatz von unterschiedlich dicken Folien auch 1 mm und mehr betragen.

Die eigentliche Plastikkarte kommt zum Vorschein

Der abschließende Arbeitsschritt nach dem Laminieren ist das maschinelle Ausstanzen der Karten auf das ISO-Format von 85,60 x 53,98 mm. Dabei steuert die Stanzmaschine die Stanzmarkierungen an, die sich auf den Druckbögen befinden. Dies ermöglicht eine genaue Ausstanzung der Karten auf das erforderliche Maß. Durch die Beschnittzugabe von 2 mm über das Netto-Kartenmaß hinaus ist die fertig gestanzte Karte randabfallend bedruckt. Auch andere Stanzformate als das ID-1 Kartenformat sind möglich.

Die Karte ist fertig, aber es fehlt der letzte Schliff?

Das Aufbringen von Hologrammen, Unterschriftenfeldern oder -streifen, Hotstamps (Heißprägedrucken), das Implantieren von kontaktbehafteten Chipmodulen sowie die Personalisierung der Karten mittels Thermodruck oder Hochprägung werden immer nach der Produktion der Karte durchgeführt. Magnetstreifen hingegen werden in den meisten Fällen bereits in die Laminatfolien (vorgefertigte Folien) eingebunden und mitlaminiert.

Kodierung und/oder Personalisierung der Plastikkarte

Nach Kundenwunsch kann eine vorproduzierte Plastikkarte im Anschluß an den Herstellungsprozess personalisiert und kodiert werden.

Qualitätskontrollen

Ergebnis dieses Produktionsverfahrens sind hochwertige, glänzend laminierte Plastikkarten, die für alle gängigen Veredelungs- und Personalisierungsmethoden geeignet sind. Um dem Kunden eine einwandfreie Karte zu liefern, wird nach jedem Arbeitsschritt eine Qualitätskontrolle durchgeführt.